Unsere kleine Schulgeschichte

 

Im Jahre 1949 war die Zahl der schulpflichtigen Kinder in der Gemeinde Mesum auf über 900 gestiegen. Es standen dafür 9 Klassenräume und 17 Lehrkräfte zur Verfügung. Aus diesem Grunde wurde ein Neubau einer Schule im „Feld“ vorgenommen.

 

Am 1. Oktober 1951 war der erste Bauabschnitt im wesentlichen fertiggestellt, die feierliche Einweihung erfolgte am 02.10.1951. Die neue Schule erhielt den Namen „Marienschule“ und wurde geleitet von Rektor Friesenhahn, der am Einweihungstag seine Ernennungsurkunde zum Rektor bekam.

 

Ostern 1951 wurde die Teilung der damaligen 18-klassigen kath. Volksschule vorgenommen, wobei als Schulgrenze die Bahnstrecke Rheine – Münster festgelegt wurde. Der Neubau hatte inklusive Gruppenraum nur 6 Räume. Es wurde festgelegt, dass in diesem neuen Gebäude die Klassen 1 – 6 unterrichtet wurden und in der Dorfschule „Franziskusschule“ die Jahrgänge 7 und 8.

 

Zwischen „Dorf und Feld“ traten nun zunehmend immer wieder Spannungen auf. Aus diesem Grunde entschloss man sich, Ostern 1952 eine komplette Trennung der beiden Schulen vorzunehmen, sodass man nun 2 selbstständige Schulsysteme hatte. Am Stich-tag – 15.05.1952 – besuchten 385 Kinder die Marienschule.

 

Im Laufe der Jahre wurde dieses Gebäude durch die stetig zunehmende Schülerzahl zu klein, so dass man 1964 in einer Ratssitzung in Mesum entschied, einen Anbau an die Schule zu setzen. An den “Altbau“ wurde eine Pausenhalle mit einem 4-klassigen Gebäudetrakt angebaut.

Die neue zweigeschossige Bauweise wurde mit einem Flachdach versehen. Der Klassentrakt wurde unterkellert und nimmt zu mehr als zwei Dritteln Luftschutzräume auf. Der Baubeginn war 1966. Während der Sommerferien 1967 wurde der Erweiterungsbau termingerecht fertig gestellt. Gleichzeitig wurde der Altbau großzügig renoviert. Am 7. September 1967 fand die Einweihungsfeier statt.

 

Am 9. August 1968 schlug die Geburtsstunde der neuen Grundschule. Die alte Volksschule hatte aufgehört zu existieren. Nun gab es zwei eigenständige Schulformen: die Grundschule mit den Jahrgängen 1 – 4 und die Hauptschule mit den Jahrgängen 5 – 9. Die Marienschule im Feld wurde Grundschule, während in der Johannesschule (Neubau mit älterem Gebäudeteil) eine Grundschule und die neue Hauptschule untergebracht wurde. Der Neubau einer Hauptschule war damals schon in der Planung. Die Schülerzahl an der Marienschule betrug damals 296 Kinder, die in 7 Klassen unterrichtet wurden. Die niedrigste Klassenstärke war damals 33, die höchste 46 Kinder.

 

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Mesum mit Wirkung vom 01.01.1975 in die Stadt Rheine eingegliedert. Für die Marienschule hatte diese Veränderung nun eine Namensänderung zur Folge, weil es in der Stadt Rheine jetzt 3 Schulen gab, die den Namen Marienschule trugen: Die jetzige Overbergschule, die Marienschule in Hauenhorst und die Marienschule in Mesum. Nur die Marienschule in Hauenhorst durfte ihren Namen behalten, weil die zugehörige Pfarrgemeinde die gleichen Namen hatte. So beschloss dann der Rat der Gemeinde Mesum in der letzten Sitzung seiner Geschichte im Dezember 1974, die „Marienschule“ in „Franziskusschule“ umzubenennen.

 

In den Jahren 1998/1999 nahm die Anzahl der Schüler rapide zu. Die Gesamtschülerzahl bewegte sich etwa um 290, so dass die Schule nun komplett 3-zügig war. Es begann wieder eine Zeit der Schulraumnot wie schon in den Jahren 1964/1965. Nachdem Eltern und Lehrer und auch die Politiker mit viel Mühe die Verwaltung für einen Anbau sensibilisiert hatten, beschloss der Rat der Stadt Rheine eine Erweiterung der Franziskusschule. Nach einer einjährigen Bauphase konnten die neuen Räume (2 Klassenräume, 2 Mehrzweckräume) im Jahre 2001 bezogen werden. Danach begann der Umbau der Verwaltungsräume, die dann zu Beginn des Jahres 2002 fertiggestellt waren.

 

 

Die Franziskusschule im Jahr 2000

 

 


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